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Die Fabrikgebäude des ehemaligen Narva Kombinats der DDR wurden 1997 entkernt und zu modernen Bürogebäuden umgebaut. Das Gelände um die ehemalige Narva Lampenfabrik liegt im Ortsteil Berlin-Friedrichshain am U-Bahnhof Warschauer Straße nahe der Oberbaumbrücke nördlich der Spree und östlich bis zur Modersohnstraße und wird nach dem Umbau (etwa seit 1999) als Oberbaumcity bezeichnet. Nach der Gebäude-Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und den nachfolgenden Instandsetzungen erhielt das Hauptgebäude zusätzlich einen fünfetagigen gläsernen Turm, der für Langzeitversuche der Leuchtmittel genutzt wurde. Ab 1949 gingen die früheren Osram-Gebäude in Volkseigentum über; es entstand das Berliner Glühlampenwerk mit dem Ehrennamen „Rosa Luxemburg“, das 1969 mit anderen Leuchtmittel-Produzenten zum Kombinat NARVA zusammengeschlossen wurde. Der gesamte Gebäudekomplex wurde bald im Volksmund Lampenstadt genannt. Ab 1992, nach vollständiger Einstellung der Produktion und Auslagerung von großen Aktenbeständen, wurden die bestehenden Altbauten mit ihren denkmalgeschützten Fassaden total entkernt und unter der Leitung der Architekten Reichel und Stauth (Braunschweig) erweitert und umgebaut. Dabei konnte die alte Bausubstanz mit ihren historischen Fassaden bei gleichzeitigem Neubau einer Stahl- und Stahlverbund-Konstruktion erhalten werden. Heute ist die Oberbaum-City vor allem im nördlichen Teil ein gefragtes Büro- und Geschäftsquartier mit etwa 70 ansässigen Firmen, Bildungseinrichtungen, der SBK als größte deutsche Industrie-Krankenkasse und vielen renovierten Wohnbauten im nahen Umfeld.
