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Blick Richtung Osten auf russische Inschriften und Rohrleitungstrümmer im westlichen Teil des Ringstollens der Bunkeranlage »Maybach I«, dem ehem. Hauptquartier des Oberkommandos des Heeres (OKH) in Zossen/Wünsdorf. Der 600 Meter lange Ringstollen verband die 12 Bunkerhäuser (A1-A12) der Bunkeranlage »Maybach I« untereinander. Über den Südstollen war er mit dem Nachrichtenbunker »Zeppelin« (Amt 500) verbunden. Der Stollen ermöglichte den gedeckten Zugang zu den Bunkerhäusern, nahm die Rohrpostleitungen und Nachrichtenkabel auf und diente allgemein der Medienführung. Die Bunkerhäuser mit einer Grundfläche von 36x16 Metern besaßen drei oberirdische und zwei unterirdische Etagen. Teile des Erd- und Obergeschosses bildeten mit den beiden Untergeschossen einen verbunkerten Kern. Aus Tarnungsgründen wurden die Bunkerbauten im Stil von Landhäusern mit Spitzdach errichtet und als Siedlung angeordnet. Alle Häuser waren mit Wohnhausfenstern versehen und die Zugangstüren mit Holz verkleidet. Die Betondächer waren mit Dachpappe beklebt und mit zwei Schornsteinattrappen versehen, die zur Zu- und Abluftführung dienten. Die Anlage »Maybach I« wurden bis Dezember 1939 fertiggestellt und 1948 von sowjetischen Pioniertruppen gesprengt. Heute ist die Bunkeranlage in Besitz der »Bücherstadt-Tourismus GmbH«, die täglich Führungen durch die Anlagen anbietet. (Quelle: Hoffman, Die deutsche Heeresführung im II. Weltkrieg, Berlin 2006)
