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Über der Tordurchfahrt des ehemaligen Stabs- bzw. Verwaltungsgebäudes prangte ein riesiges Wappen. Der Ausführung nach für einen Reichsadler - der Form nach würde aber auch der polnische Adler perfekt passen. Die Zittwerke AG als Tarnunternehmen der Junkers Flugzeug- und Motorenwerke AG produzierten von 1944-1945 in Zittau Triebwerke für den Strahljäger Me 262. Während Teile der Produktion getarnt in Gebäude verschiedener Textilfabriken Zittaus und der Oberlausitz verlagert wurden, wurde im Stadtteil Großporitsch ein ehemaliges Kasernenobjekt für die Endfertigung umgebaut bzw. fertiggestellt. Es entstand ein modernes, streng geheimes Montage- und Erprobungszentrum. Ab Mai 1945 wurden die Gebäude als Kriegs- und Zivilgefangenenlager für Angehörige der deutschen Wehrmacht und deutsche Zivilisten genutzt. Im Juni 1945 wurden die deutschen Einwohner aus Großporitsch (jetzt Porajów) vertrieben. Seit 1963 werden die meisten Gebäude durch das Selbständige Öffentliche Wojewodschaftskrankenhaus für Nervenkranke und psychisch Kranke (Wojewódzki Szpital dla Nerwowo i Psychicznie Chorych im. Dr. Michala Marzyńskiego) genutzt.
