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Blick auf den ehemaligen Haupteingang, der mehrfach zugemauert und gegen Einsturz gesichert ist. Der Kristallpalast Magdeburg ist ein kulturhistorisches Denkmal an der Leipziger Straße im Süden der Stadt Magdeburg. Das Anfang 2012 nur noch als Ruine vorhandene Gebäude wurde am 9. Juni 1892 eröffnet und galt lange Zeit mit seinen 2710 Plätzen als größter Saalbau der Provinz Sachsen. Bis in die 1980er Jahre war er ein Synonym für leichte Unterhaltung wie Varieté, Tanz und Konzert. Den ersten Weltkrieg überdauerte des Gebäude als Hilfslazarett. Hier wurde u.a. der »Stahlhelm - Bund der Frontsoldaten 1918« gegründet oder der »Rote Geiger«, Eduard Soermus, während eines Solidaritätskonzertes verhaftet. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges waren im Gebäude unter unmenschlichen Bedingungen bis zu 1400 Fremdarbeiter und Kriegsgefangene interniert. Nach Zerstörung, Wiederaufbau und einer zweiten Blüte in den 1950er und 1960er Jahren wurde das Gebäude 1986 baupolizeilich gesperrt. Der Verein kristall-palast-magdeburg.de bemüht sich um den Erhalt.
