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Lichinszenierung in einem Stollen des »Malachit«-Stollensystems. Das Bild zeigt neben der Pokalbauweise auch die Reste von Einbauten, mglw. abgetrennte Büroräume. Ab April 1944 mussten Häftlinge des KZ Langenstein-Zwieberge in den Thekenbergen bei Halberstadt ein ca. 16 km langes Stollensystem (Deckname »Malachit«) für die Produktion von Triebwerksteilen der Firma »Junkers« errichten. Mehr als 4000 Häftlinge überlebten die mörderischen Arbeitsbedingungen und die »Todesmärsche« im April 1945 nicht. Bis heute hält eine Gedenkstätte auf dem ehem. Lagergelände die Erinnerung an die Erbauer des untertägigen Rüstungsbetriebes wach. Nach gescheiterten Sprengversuchen durch die sowj. Truppen galt die Anlage offiziell als zerstört. Ab 1980 wurde sie in Teilbereichen neu aufgefahren und als NVA Komplexlager 12 (Objekt 16/630) genutzt. Mehr als 9.000 t Munition, Bekleidung und Ausrüstung waren bspw. 1990 eingelagert. Im Zentrum des »Hauptvolumens« der Anlage befand sich ein eigenständiges Schutzbauwerk mit Unterkunfts- und Technikbereich, ein »Bunker im Bunker«, der einen autonomen Betrieb gewährleisten sollte. Die Bundeswehr nutze die Anlage bis Dezember 1993 als Luftwaffen-Materialdepot 52. 2001 sorgte das illegale Auftauchen von Teilen der dort 1965 und 1990 eingelagerten ungültigen DDR-Banknoten für Aufsehen. 2003-2005 wurde versucht, die jetzt in Privatbesitz befindliche Anlage touristisch zu nutzen. Nach dem Skandal um die illegale Einlagerung tausender Tonnen Mülls (Ende 2006) wurde die Anlage in den Folgejahren teilweise geplündert und ist jetzt verschlossen.
