
Bild 1189[1] LUMABYTES nonprint, einmaliges Nutzungsrecht für Offline-Medien: 1 Medium, 1 Auflage, 1 Positionierung, max. Abbildungsgröße [1] oder einmaliges Nutzungsrecht für Online-Medien: 1 Site (Domain) für 1 Jahr, max. Abbildungsgröße [1]
[2]-[8] LUMABYTES print, einmaliges Nutzungsrecht für Printmedien: 1 Medium, 1 Auflage, 1 Positionierung, max. Abbildungsgröße [2]-[8] + 25% (Wert bei Rollover verfügbar)
Weitere Informationen zur Lizensierung finden Sie unter dem Menü Nutzungsrechte.
Alle Preisangaben in netto. (zzgl. 7% MwSt)
Nordwestliche Gebäudekante des Kohlebunkers des städtischen Schlacht- und Viehhofes Magdeburg vom Nachbargrundstück aus gesehen. Der 1924 entstandene Kohlebunker gilt als Musterbeispiel für die Bildung der Form aus der Funktion - hier am Beispiel des Weges der Kohle: Der Paternoster im Norden, die den Bunker bedeckende, nach Süden auskragende und abgerundete Beschickungsbühne aus Beton und die schräg nach Osten in Richtung Kesselhaus abfallenden, im Westen mit gelbem Füllmauerwerk ausgefachten Bunkertaschen. Der städtische Schlacht- und Viehhof Magdeburg wurde in zwei wesentlichen Phasen errichtet. Von 1889-1893 entstanden Ziegelrohbauten mit Stahldachkonstruktionen in der damals modernen Formensprache des reduzierten Historismus nach Entwürfen von Stadtbaurat Otto Peters und Stadtbauinspektor Reinhard Beer. In den 1920er Jahren erfuhr der Schlachthof durch Stadtbaurat Johannes Göderitz wesentliche Erweiterungen durch Bauten, die den traditionellen gelben Ziegel mit dem für das Neue Bauen typischen Stahlbeton verbanden und deren Fassaden eine schlichte geometrische Gliederung aufwiesen. Der Schlachthof wurde bis nach 1990 genutzt. Nach umfangreichen Sanierungs- und vor allem Abrissarbeiten entstanden Büro-, Werkstatt- und Lagerräume sowie ein »Kaufland«-Einkaufsmarkt in der ehem. Schweinemarkthalle. Trotz massiver öffentlicher Proteste wurde 2008 auch der Kohlebunker abgerissen. (Quellen: Magdeburg - Architektur und Städtebau, Halle 2001; Bruno Taut und Johannes Göderitz in Magdeburg, Berlin 2000)
