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Blick von Südosten auf die zerkleinerten Reste von Hallen des städtischen Schlacht- und Viehhofes Magdeburg aus den 1970er Jahren. Im Hintergrund der beräumte Standort des Kohlebunkers. Der städtische Schlacht- und Viehhof Magdeburg wurde in zwei wesentlichen Phasen errichtet. Von 1889-1893 entstanden Ziegelrohbauten mit Stahldachkonstruktionen in der damals modernen Formensprache des reduzierten Historismus nach Entwürfen von Stadtbaurat Otto Peters und Stadtbauinspektor Reinhard Beer. In den 1920er Jahren erfuhr der Schlachthof durch Stadtbaurat Johannes Göderitz wesentliche Erweiterungen durch Bauten, die den traditionellen gelben Ziegel mit dem für das Neue Bauen typischen Stahlbeton verbanden und deren Fassaden eine schlichte geometrische Gliederung aufwiesen. Der Schlachthof wurde bis nach 1990 genutzt. Nach umfangreichen Sanierungs- und vor allem Abrissarbeiten entstanden Büro-, Werkstatt- und Lagerräume sowie ein »Kaufland«-Einkaufsmarkt in der ehem. Schweinemarkthalle. Trotz massiver öffentlicher Proteste wurde 2008 auch der Kohlebunker abgerissen. (Quellen: Magdeburg - Architektur und Städtebau, Halle 2001; Bruno Taut und Johannes Göderitz in Magdeburg, Berlin 2000)
