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Blick Richtung Nordenwesten (Buna) auf Widerlager der Straßenbrücke, Überlauf des oberen Sparbeckens und nördliche Schleusenwand der nicht vollendeten Schleuse bei Wüsteneutzsch. Wand der Schleusenklammer mit Scheuerleiste und Haltekreuzen. Als Sparschleuse ausgeführt, überwindet sie einen Höhenunterschied von 11m. Sie ist Teil einer 2-stufigen Schleusentreppe. Die untere Schleuse sollte ebenfalls einen Höhenunterschied von 11m überwinden. Von Ihr existiert nur die mit Wasser gefüllte Baugrube. Die Schleusentreppe ist Teil des »Südflügels des Mittellandkanals«, dessen Vorplanungen schon im 19. Jh. begannen. Ziel war, Leipzig über die Saale mit der Elbe zu verbinden. Die Umsetzung des Projektes begann 1926 mit einem Staatsvertrag, der den Verlauf des Mittellandkanals festlegte. Am 19km langen Saale-Elster-Kanal wurde seit 1933 gebaut. Finanzierungsprobleme, Arbeitskräftemangel und das Fehlen kriegswichtiger Industrie im Streckenverlauf bremsten den Bau des Kanals. Mit der Verkündung des »Totalen Krieges« (1943) wurden alle Arbeiten eingestellt und die Baustellen beräumt. Trotz verschiedener Planungen wurden auch in der DDR die Bauarbeiten nicht wieder aufgenommen. Teilweise wurden Anlagen und Brücken demontiert und für andere Binnenschifffahrtsprojekte genutzt. Aktuell bestehen vielversprechende Planungen, die verbliebenen 7,5 km fertigzustellen, den Kanal für Sportboote zu nutzen und als Besuchermagnet ein Hebewerk zu integrieren. (Quelle und weitere Informationen unter www.saaleelster.de)
